Der Landesdelegiertentag – das höchste beschlussfassende Gremium des rheinland-pfälzischen Jugendrotkreuz (JRK) – kam in diesem Jahr in Idar-Oberstein im DRK-Kreisverband Birkenfeld e.V. zusammen. Die rund 100 Delegierten haben zwei Tage lang getagt und dabei wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Am Sonntag wurde die neue Landesleitung der Jugendorganisation gewählt:
Sophie Petri, die das Amt der Landesleiterin bereits seit 2018 innehat, konnte sich über die Wiederwahl freuen. Petri, die nach ihrem Hochschulabschluss als Fachreferentin für Berufspolitik und Pflegeberufentwicklung arbeitet, ist seit frühster Kindheit beim JRK und kommt aus dem DRK-Kreisverband Mayen-Koblenz e.V. „Ich freue mich das Jugendrotkreuz Rheinland-Pfalz weiter vertreten zu dürfen und danke den JRKler*innen für das Vertrauen. Die aktuellen Zeiten fordern eine gute und nachhaltige Jugendarbeit, sodass Hilfsorganisationen, die von einem starken ehrenamtlichen Engagement leben, ihre wertvolle Arbeit weiterführen können.“, so Petri zu ihrer Wiederwahl.
Ebenso wiedergewählt wurde der stellvertretende Landesleiter Lars Fischer aus dem DRK-Kreisverband Südliche Weinstraße e.V. Fischer ist Softwareentwickler bei einem Hersteller für Medizintechnik und seit 2015 in der JRK-Landesleitung. Als stellvertretende Landesleitungen neu im Team ist die IT Technical Consultant Julia Göbel aus dem DRK-Kreisverband Bad Dürkheim e.V. und Hendrik Zils aus dem DRK-Kreisverband Bitburg-Prüm e.V., der aktuell ein duales Studium absolviert.
Zu den ersten, die der neu gewählten Landesleitung ein glückliches Händchen wünschten gehörte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer: „Ich gratuliere der neu gewählten Landesleitung des Jugendrotkreuzes Rheinland-Pfalz herzlich zu ihrer Wahl! Die Delegierten haben Ihnen mit ihrer Stimme großes Vertrauen ausgesprochen und Ihnen die verantwortungsvolle Aufgabe übertragen, die künftige Ausrichtung des Landesverbandes maßgeblich mitzugestalten. Den ehrenamtlich Engagierten gilt daher mein großer Dank für ihren beherzten Einsatz. Der hohe Anteil ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer im Landesverband unterstreicht zudem die besondere Verbundenheit mit der Organisation. Ihr Engagement macht Rheinland-Pfalz zu einem starken und solidarischen Land. Seit 65 Jahren leistet das Jugendrotkreuz herausragende Arbeit in der Nachwuchsförderung. Junge Menschen lernen früh Teamarbeit, soziale Kompetenz und Verantwortung zu übernehmen. Dinge, die auch im täglichen Leben von unschätzbarem Wert sind“.
DRK-Vizepräsident Dr. Rafael Hoffmann hob die Bedeutung des JRK hervor: „Das Jugendrotkreuz Rheinland-Pfalz leistet unglaublich wichtige Arbeit. Kinder und Jugendliche für das ehrenamtliche Engagement in einer Hilfsorganisation zu begeistern und ihnen humanitäre Werte zu vermitteln, bedeutet sich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu einzusetzen. Wir sind stolz eine so gute Jugendorganisation an unserer Seite zu wissen und gratulieren Sophie Petri zu ihrer Wiederwahl. Ihr und ihrem Team wünschen wir alles Gute.“
Neben der Wahl zur neuen Landesleitung hat sich der diesjährige Landesdelegiertentag des JRK auch wieder mit vielen wichtigen inhaltlichen Fragen beschäftigt. Unter anderem ging es um die Frage, wie Veranstaltungen auf Landesebene auf neue Beine gestellt und deren Attraktivität gesteigert werden kann. Außerdem hat sich das Gremium mit der gemeinschaftsübergreifenden Ausbildung für Leitungskräfte beschäftigt und – wie auch bereits die anderen Gemeinschaften auf Landesebene – die verbindliche Nutzung des drkserver als EDV-gestütztes Ressourcenmanagementsystem beschlossen. Am Sonntag haben die Delegierten dann noch dem Positionspapier zur Schularbeit im JRK RLP zugestimmt. Hiermit verdeutlicht das Jugendrotkreuz Rheinland-Pfalz seine Aufgaben als zuständige Interessensvertretung von Kindern und Jugendlichen und betont Notwendigkeit und Nutzen der Unterstützung des DRK-Gesamtverbandes.
Das rheinland-pfälzische Jugendrotkreuz engagiert sich seit 1960 für Kinder und Jugendliche und für ein soziales Miteinander. Es kümmert sich um die Vermittlung von humanitären Werten sowie um die Bildung in Themen wie Erster Hilfe. Das rheinland-pfälzische JRK hat rund 5.000 Mitglieder. Für viele von ihnen ist es der Start eines lebenslangen Engagements beim Roten Kreuz. Ob im Schulsanitätsdienst, bei Kampagnenarbeit, oder bei Ferienfreizeiten: Jugendrotkreuzler*innen setzen sich für andere Menschen ein, beschäftigen sich mit den Themen Gesundheit, Umwelt, Frieden und Völkerverständigung und mischen bei politischen Entscheidungen mit. Mehr über die Arbeit des rheinland-pfälzischen Jugendrotkreuz erfahren Sie unter www.jrk-rlp.de.